JUNI

09. Juni 2012

Endlich darf ich wieder auf den Hundeplatz. Nach nun fünf Monaten ohne zu üben, war ich ganz extrem aufgeregt, ob ich noch alles richtig mache und ob mich meine Freunde noch kennen. Aber ich hätte gar nicht nervös sein müssen. Alle waren froh mich endlich wieder zu sehen und haben mir ganz viele Leckerlis gegeben. Auf dem Platz war es da schon etwas schwieriger, da es so schön nach Hund gerochen hat und ich davon leicht abgelenkt war. Ich find, ich bin dennoch ganz toll bei Fuß gegangen!

13. Juni 2012

Heute war ein ganz besonderer Tag. Frauchen hat mich in ihr Auto gesetzt und wir sind zu meiner Oma Raika gefahren. Am Anfang waren wir beide etwas aufgeregt, aber das hat sich dann gegeben, so dass sogar ein gemeinsames Foto zustande gekommen ist. Für mich war das alles sehr schön, schließlich musste ich fast 22 Monate auf diesen Tag warten.

Nach dem Besuch bei Oma sind wir zu einem fast fertigen Haus gefahren. Dort gab es nicht einmal Fenster und die Menschen die dort wohnen wollen haben einen Baum auf das Dach gestellt. Manchmal sind Menschen komisch, wie soll man denn so weit oben an einem Baum Zeitung lesen können?

15. Juni 2012

Als ich heute auf meinem Balkon gegangen bin, war der viel weicher als sonst und fast so kuschlig wie mein Bett. Aber ich durfte dort nicht lange liegen bleiben, da meine Hasis das getrocknete Gras noch fressen sollen und mich der Geruch auch noch zum Niesen gebracht hat.

19. Juni 2012

Gestern Abend ging es mir ganz schlecht. Ich hatte Bauchweh und musste auch zwei Mal raus auf die Wiese. Heute Morgen ging es mir immer noch nicht besser, so dass ich in die Tierklinik musste. Zum Glück haben wir Arztbesuche zu Hause schon geübt gehabt. Ich musste mir in die Ohren, die Augen und ins Maul schauen lassen. Beim Bauchabfühlen hat die Ärztin gemerkt, dass ich gestern zu viel Sand gefressen habe und das der für die Bauchschmerzen verantwortlich ist.

Erst hat man mir mein schönes Fell an der Vorderpfote abrasiert und wollten sie mich dort mit einer Nadel stechen, aber sie haben kein Blut gefunden und meine Pfote ist dick geworden. Das tat doll weh. Gleich darauf haben die mich in die andere Pfote gestochen, dort kam zum Glück Blut. Dann musste ich eine Stunde an den Tropf. Frauchen war die ganze Zeit bei mir und hat auf mich aufgepasst und mich gestreichelt. Ich habe auch ein Schmerzmittel und ein Antibiotikum bekommen. Danach ging es mir besser und ich durfte nach Hause zum Schlafen.

Frauchen sagt, ich war ganz tapfer und habe nicht geweint. Sie ist ganz stolz auf mich! Sie sagt, dass ich die nächsten Tage nur Schonkost bekomme und kocht jetzt für mich. Es gibt jetzt Fisch, Reis und Möhren, das schmeckt viel besser als mein normales Futter. Und ohne Bauchweh hab ich auch schon wieder Hunger!

20. Juni 2012

Da ich immer noch die Spritze in der Pfote hatte, musste ich noch einmal zum Arzt. Dort wurde ich wieder an den Tropf gehangen und habe erneut ein Antibiotikum und ein Schmerzmittel bekommen. Dann durfte ich ohne das Ding in meiner Pfote nach Hause. Zum Glück geht es mir jetzt schon wieder viel besser als gestern. Die nächsten Tage bekomme ich noch Tabletten und dann ist wieder alles gut! Und ich werde keinen Sand mehr fressen, das habe ich Frauchen versprochen.

21. Juni 2012

Ich glaube, dass Heu auf dem Balkon reicht nicht für ein ganzes Jahr für meine Hasis. Aus dem Grund habe ich versucht diesen riesigen heuballen nach Hause zu rollen. Ich habe es auch fast geschafft, aber ich hatte mir wohl doch zu viel zugetraut, nach meiner Krankheit und war zu müde, um ihn ganz von der Wiese zu rollen.